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Kohlhiesels Töchter

1920· 65 min· D

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Synopsis

Der Gastwirt Mathias Kohlhiesel will seine zwei ungleichen Töchter verheiraten – die kratzbürstige Liesl und die adrette Gretl. Xaver und Seppl bemühen sich beide um Gretl, doch Vater Kohlhiesel will erst seine ältere Tochter unter die Haube bringen. Draufgänger Xaver heiratet Liesl – anfangs nur um an Gretl zu gelangen; doch im Zuge seiner ebenso ungewöhnlichen wie erfolgreichen „Umerziehungsmaßnahmen“ verliebt er sich in sie. Und da Xaver mit der verwandelten Liesl sein Glück gefunden hat, kann der schüchterne Seppl seine Gretl ehelichen. Regisseur und Co-Autor Ernst Lubitsch ist mit Sicherheit einer der bekanntesten und einflussreichsten Emigranten aus der Frühzeit des deutschen Kinos. Mit einer Reihe großer Historienfilme machte Lubitsch sich Ende der 1910er / Anfang der 1920er einen Namen und emigrierte bereits 1922 in die USA – die Nazis bürgerten ihn 13 Jahre später offiziell aus. Lubitschs einzigartiger Stil ist schon in seinem deutschen Frühwerk erkennbar. 1920 inszenierte er mit »Kohlhiesels Töchter« die erste Verfilmung des unterhaltsamen Bauernschwanks von Hanns Kräly als »typisch deutsche« Variante des Shakespeare-Klassikers »Der Widerspenstigen Zähmung«. Die Komödie über Profilneurosen, Innerlichkeit, den Glanz der Seele von innen und den äußeren, trügerischen Schein verlegte er in ein verschneites bayrisches Dorf, ähnlich wie schon zuvor bei »Romeo und Julia im Schnee« (1920). »Mit »Kohlhiesels Töchter« drehte Ernst Lubitsch einen der größten Kinoerfolge der Weimarer Republik. Bis Ende der zwanziger Jahre mehrfach aufgeführt, erreichte in Deutschland kein anderer Film des Regisseurs eine derartige Popularität.“ (Herbert Spaich) Henny Porten, damals neben Asta Nielsen einer der ersten deutschen Filmstars, spielte mit Verve, Tempo und großer Lust zur komischen Überzeichnung die Doppelrolle der bis zur naiven Koketterie liebreizenden Gretl und der burschikosen, kämpferischen Liesl. Porten feierte mit Lubitschs burlesker Geschlechterkampf-Komödie einen Sensationserfolg. Im Tonfilm-Remake von 1930 spielte Henny Porten unter der Regie von Hans Behrendt erneut die ungleichen Schwestern. Der Film wird aus Anlass des Tages des audiovisuellen Erbes gezeigt. Die Digitalisierung der restaurierten Fassung war dank des Förderprogramms Filmerbe (FFE) möglich.

Director
Ernst Lubitsch, deutsche Zwischentitel
Runtime
65 min
Country
D
Released
1920

Genres

  • Stummfilm

Viewings

  1. Thursday, October 29

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